
Lebenslauf
Der Lebenslauf – auch CV oder Curriculum Vitae genannt – ist meist das zentrale Dokument deiner Bewerbung. Er zeigt, welche Ausbildung, Erfahrungen, Kompetenzen und Schwerpunkte du mitbringst.
Ein guter Lebenslauf muss nicht alles erzählen. Er soll schnell zeigen:
- Was bringst du mit?
- Was passt zur Stelle?
- Was sollte nicht übersehen werden?
Ein allgemeiner Lebenslauf für alle Bewerbungen reicht daher meist nicht aus. Lies die Stellenausschreibung aufmerksam durch und überlege: Welche Erfahrungen, Kenntnisse und Stärken sind für diese Position besonders relevant?
Aufbau eines Lebenslaufs
Ein Lebenslauf ist in der Regel tabellarisch aufgebaut. Die aktuellsten Stationen stehen zuerst. Je nach Bewerbung und Erfahrung kann die Reihenfolge leicht variieren.
Typische Bestandteile sind:
- Persönliche Daten und Kontaktdaten
- Optional: Kurzprofil
- Ausbildung und Studium
- Berufserfahrung, Praktika, Nebenjobs oder Projekte
- Weiterbildungen und Zusatzqualifikationen
- Sprachkenntnisse
- IT- und gegebenenfalls KI-Kenntnisse
- Ehrenamtliches, studentisches oder außeruniversitäres Engagement
- Optional: Interessen, Publikationen, Auszeichnungen oder Referenzen
Kontaktdaten wie Name, E-Mail-Adresse und Telefonnummer gehören immer dazu. Ob du zusätzliche persönliche Angaben oder ein Foto ergänzt, hängt von Stelle, Branche und Bewerbungsland ab, mehr dazu in den häufigen Fragen weiter unten.
Meist reichen ein bis maximal zwei Seiten. Bei umfangreicher Berufserfahrung oder einem wissenschaftlichen Lebenslauf kann der CV länger sein. Wichtig ist, dass jede Information einen klaren Zweck erfüllt.
Achte auf ein übersichtliches Layout, einheitliche Zeitangaben und eine gut lesbare Schrift. Verwende deinen Lebenslauf am besten als PDF-Datei und benenne die Datei eindeutig, zum Beispiel: Vorname_Nachname_Lebenslauf.pdf.

So wird dein Lebenslauf überzeugend
Stimme deinen Lebenslauf auf die jeweilige Stelle ab. Greife zentrale Anforderungen, Aufgaben und Schlüsselbegriffe aus der Ausschreibung auf, wenn sie zu deinen tatsächlichen Erfahrungen passen.
Strukturiere deinen Lebenslauf so, dass wichtige Informationen schnell auffindbar sind. Nutze klare Überschriften, kurze Stichpunkte und ein ruhiges Layout.
Nenne nicht nur Stationen, sondern beschreibe, was du gemacht, gelernt oder erreicht hast.
Statt nur:
„Praktikum im Marketing“
Besser mit Beschreibung deiner Tätigkeiten, Rolle bzw. Verantwortung:
„Unterstützung bei der Planung und Umsetzung von Social-Media-Kampagnen; Erstellung von Contentplänen und Auswertung der Reichweite in Excel“
So wird sichtbar, welche Kompetenzen du eingesetzt hast.
Vorlagen können dir helfen, eine klare Struktur zu finden. Achte aber darauf, dass dein Lebenslauf nicht überladen wirkt und der Inhalt im Mittelpunkt bleibt.
KI-Tools können dich beim Strukturieren, Formulieren oder Finden passender Schlüsselbegriffe unterstützen. Prüfe alle Vorschläge sorgfältig, bleib bei deinen tatsächlichen Erfahrungen und lade keine sensiblen persönlichen Daten in KI-Tools hoch, deren Datenschutz du nicht einschätzen kannst.
Letzter Check
Bevor du deinen Lebenslauf versendest, prüfe:
- Ist der Lebenslauf auf die konkrete Stelle abgestimmt?
- Sind Zeitangaben, Formatierung und Schreibweise einheitlich?
- Werden Aufgaben, Kompetenzen und Ergebnisse sichtbar?
- Ist die Datei als PDF gespeichert und eindeutig benannt?
- Sind Telefonnummer, E-Mail-Adresse und Links aktuell?
- Hat eine vertraute Person gegengelesen?
- Sind alle weiteren Unterlagen vorbereitet, die in der Ausschreibung verlangt werden, zum Beispiel Zeugnisse, Nachweise oder ein Bewerbungsschreiben?
Du möchtest zusätzlich professionelles Feedback? Dann nutze unseren CV-Check oder bring deinen Lebenslauf in die Karriereberatung mit.

Lebenslauf Beispiele
Hier findest du beispielhafte Lebensläufe für unterschiedliche Bewerbungssituationen. Nutze sie als Orientierung und passe Aufbau, Inhalt und Sprache immer an dein eigenes Profil und die konkrete Stelle an.
Diese Erfahrungen zählen ebenfalls
Viele Studierende und Absolvent*innen unterschätzen ihre bisherigen Erfahrungen. Relevant können unter anderem sein:
- Studienprojekte
- Praktika
- Bachelor- oder Masterarbeiten
- Nebenjobs
- Freiwilligenarbeit
- Hochschulgruppen
- Tutorien
- Auslandssemester
- Vereinsarbeit
- Organisation von Veranstaltungen
Kompetenzen entstehen auf vielen Wegen. Entscheidend ist, dass du zeigen kannst, was du dabei gelernt, gestaltet oder erreicht hast.
Was zählt in deiner Situation besonders?
Wenn du kurz vor dem Abschluss deines Bachelor-, Master- oder Diplomstudiums stehst oder gerade ins Berufsleben einsteigst, darf dein Studium stärker im Vordergrund stehen. Schule oder Matura musst du bei fortgeschrittenem Studium meist nicht ausführlich darstellen. Nenne sie kurz, wenn sie für deine Bewerbung relevant ist oder dein Lebenslauf sonst noch sehr kurz wäre.
Du brauchst nicht zwingend lange Berufserfahrung, um relevante Kompetenzen zu zeigen.
Besonders hilfreich sind:
- Studienrichtung und geplanter oder erreichter Abschluss
- Schwerpunkte, Spezialisierungen oder relevante Wahlfächer
- Bachelor- oder Masterarbeit, wenn sie zur Stelle passt
- Studienprojekte, Praxisprojekte oder Gruppenarbeiten
- Praktika, Nebenjobs, Tutorien oder studentische Mitarbeit
- Auslandssemester oder internationale Erfahrungen
- Engagement in Hochschulgruppen, Vereinen oder Initiativen
Wichtig ist nicht nur, wo du warst, sondern was du dort gemacht hast. Beschreibe kurz, welche Aufgaben du übernommen, welche Tools oder Methoden du genutzt und welche Kompetenzen du entwickelt hast.
Wenn du bereits Berufserfahrung hast, sollte dein Lebenslauf deine aktuellen und relevanten Kompetenzen sichtbar machen. Der Fokus liegt nicht auf dem Status „arbeitsuchend“, sondern darauf, was du in die nächste Position einbringen kannst.
Besonders wichtig sind:
- aktuelle und letzte berufliche Stationen
- relevante Aufgaben und Verantwortungsbereiche
- Projekt-, Beratungs- oder Führungserfahrung
- Branchenkenntnisse
- Methoden, Tools und Systeme
- Weiterbildungen und aktuelle Kompetenzen
- Ergebnisse, Beiträge oder Verbesserungen, die du erreicht hast
Ältere oder weniger relevante Stationen kannst du kürzer darstellen oder zusammenfassen. Übergänge, Neuorientierung oder Phasen der Arbeitsuche müssen nicht versteckt werden. Wenn du in dieser Zeit Weiterbildungen, Kurse oder Unterstützungsangebote genutzt hast, etwa über das AMS, kannst du das sachlich einordnen. Auch Projekte, ehrenamtliches Engagement oder Beratung können helfen, deinen roten Faden sichtbar zu machen.
Hilfreiche Leitfrage:
Was soll die nächste Organisation über meine Erfahrung, Arbeitsweise und Motivation sofort erkennen?
Für Bewerbungen auf PhD-, Prae-Doc-, Postdoc- oder andere wissenschaftliche Stellen brauchst du häufig einen wissenschaftlichen Lebenslauf, auch Academic CV genannt. Dieser unterscheidet sich von einem klassischen Bewerbungs-CV für Unternehmen oder Verwaltung.
Ein wissenschaftlicher CV kann länger sein und enthält andere Schwerpunkte. Relevant können sein:
- akademische Ausbildung
- Forschungsinteressen
- Dissertation oder Abschlussarbeiten
- wissenschaftliche Positionen und Projekte
- Publikationen
- Konferenzbeiträge und Vorträge
- Lehrerfahrung
- Methoden- und Laborkenntnisse
- Drittmittel, Stipendien oder Awards
- akademische Mitgliedschaften
- Gutachter*innen-, Gremien- oder Organisationstätigkeiten
- Referenzen
Hier geht es stärker darum, dein wissenschaftliches Profil, deine Forschungserfahrung und deine akademische Passung sichtbar zu machen. Achte trotzdem auf Übersichtlichkeit: Auch ein Academic CV sollte gut strukturiert und auf die konkrete Ausschreibung abgestimmt sein.
Wenn du aus der Wissenschaft in Industrie, Verwaltung, öffentlichen Dienst, Beratung oder NGOs wechseln möchtest, braucht dein Lebenslauf eine gute Übersetzung. Nicht alle akademischen Details sind für jede Stelle relevant.
Überlege: Welche Kompetenzen aus deiner wissenschaftlichen Arbeit sind für das neue Feld interessant?
Das können zum Beispiel sein:
- Projektmanagement
- Datenanalyse
- wissenschaftliches Schreiben
- Präsentieren und Vermitteln komplexer Inhalte
- Lehre und Training
- Drittmittel- oder Budgeterfahrung
- Stakeholder-Kommunikation
- internationale Zusammenarbeit
- Problemlösung und analytisches Denken
- Selbstorganisation und Arbeiten unter Unsicherheit
Publikationen oder Konferenzbeiträge können genannt werden, wenn sie relevant sind. Oft reicht eine Auswahl oder ein Hinweis auf eine separate Publikationsliste.
Ein Kurzprofil kann hier besonders hilfreich sein. Es zeigt gleich zu Beginn, wie dein wissenschaftlicher Hintergrund zur neuen Zielposition passt.
Beispiel:
„Promovierte Sozialwissenschaftlerin mit Erfahrung in qualitativer Forschung, Projektkoordination und Datenanalyse. Besonders interessiert an der Anwendung wissenschaftlicher Methoden in Strategie, Evaluation und öffentlicher Verwaltung.“
Wenn du dich international bewirbst, solltest du deinen deutschsprachigen Lebenslauf nicht einfach übersetzen. Prüfe die Standards des Ziellandes und der Branche.
In vielen internationalen Kontexten, besonders im USA- oder UK-Kontext, werden Foto, Geburtsdatum, Geschlecht, Familienstand oder Nationalität nicht angeführt. Stattdessen stehen Ausbildung, Berufserfahrung, Skills, Erfolge und Aktivitäten im Vordergrund.
Achte besonders auf:
- Sprache der Ausschreibung
- länderspezifische Standards
- Länge des CVs oder Résumés
- keine persönlichen Zusatzangaben, wenn sie im Zielland unüblich sind
- klare Beschreibung von Abschlüssen, Notensystemen und Institutionen
- konkrete Ergebnisse und Erfolge
- relevante Keywords aus der Ausschreibung
Wenn du dich auf Englisch bewirbst, achte auf eine klare, präzise Sprache. Begriffe wie CV und Résumé können je nach Land unterschiedlich verwendet werden.
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Fragen zum Lebenslauf
Im DACH-Raum empfehlen wir, im Lebenslauf Name, E-Mail-Adresse, Telefonnummer sowie Adresse oder zumindest Postleitzahl und Wohnort anzugeben. So ist schnell erkennbar, wie du erreichbar bist und aus welcher Region du dich bewirbst.
Ein professionelles Online-Profil kannst du ergänzen, wenn es gepflegt ist und deine Bewerbung sinnvoll unterstützt, zum Beispiel LinkedIn, GitHub, ein Portfolio oder eine persönliche Website.
Geburtsdatum, Geburtsort, Nationalität und ein Bewerbungsfoto sind im deutschsprachigen Raum weiterhin verbreitet. Je nach Stelle, Branche und Organisation kannst du diese Angaben ergänzen.
Wenn du ein Foto verwendest, sollte es aktuell, professionell und zur Branche passend sein. Achte auf gute Bildqualität, einen ruhigen Hintergrund und ein gepflegtes Erscheinungsbild. Verzichte auf Selfies, Urlaubsbilder oder stark bearbeitete Fotos.
Für internationale Bewerbungen gelten teilweise andere Standards. Mehr dazu findest du unter „Ich bewerbe mich international“.
Ein Kurzprofil ist ein kurzer Absatz am Anfang deines Lebenslaufs, direkt unter den Kontaktdaten. Es ist optional und kann hilfreich sein, wenn du deine wichtigsten Kompetenzen, Erfahrungen und beruflichen Ziele schnell sichtbar machen möchtest.
Besonders sinnvoll ist ein Kurzprofil, wenn dein Lebenslauf vielfältig ist, du dich beruflich neu orientierst, aus der Wissenschaft wechselst oder dich ohne ausführliches Anschreiben bewirbst.
Halte dein Kurzprofil kurz: Zwei bis drei prägnante Sätze reichen meist aus. Beschreibe, wer du bist, welche relevanten Erfahrungen oder Schwerpunkte du mitbringst und wohin du dich beruflich entwickeln möchtest. Passe das Kurzprofil an die jeweilige Stelle an und vermeide allgemeine Floskeln wie „teamfähig“, „belastbar“ oder „motiviert“, wenn du sie nicht konkret belegst.
Beispiel:
„Masterabsolventin der Politikwissenschaft mit Schwerpunkt Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik. Erfahrung in qualitativer Forschung, Projektkoordination und verständlicher Aufbereitung komplexer Inhalte. Besonders interessiert an Schnittstellen zwischen Analyse, Beratung und öffentlicher Verwaltung.“
Für die meisten Bewerbungen reichen ein bis maximal zwei Seiten. Bei umfangreicher Berufserfahrung, wissenschaftlichen Bewerbungen oder akademischen Profilen kann der Lebenslauf länger sein.
Achte auf:
- klare Überschriften
- einheitliche Zeitangaben, zum Beispiel 10/2024–06/2026 oder seit 10/2024
- gut lesbare Schrift
- ausreichend Weißraum
- PDF-Format, keine reine Bilddatei
- einfache, einspaltige Aufzählungen statt komplexer Tabellen oder mehrerer Spalten
- wichtige Informationen im Fließtext statt nur in Grafiken, Icons, Kopf- oder Fußzeilen
Das Layout soll deine Inhalte unterstützen, nicht von ihnen ablenken. Das gilt unabhängig davon, ob dein Lebenslauf zuerst von einem Menschen oder einem System gelesen wird.
Gute Stichpunkte machen sichtbar, was du konkret eingebracht hast.
Eine hilfreiche Struktur ist:
- Was hast du gemacht?
- In welchem Kontext?
- Mit welchen Tools, Methoden oder Kompetenzen?
- Was war das Ergebnis oder dein Beitrag?
Kompetenzen lassen sich grob in drei Bereiche einteilen: fachliche Kompetenzen (dein Wissen im jeweiligen Gebiet), methodische Kompetenzen (wie du arbeitest, zum Beispiel Projektmanagement, Datenanalyse oder Präsentationstechniken) und persönliche Kompetenzen (wie du mit anderen zusammenarbeitest und dich selbst organisierst).
Beispiel:
„Analyse von Umfragedaten in SPSS und Aufbereitung der Ergebnisse für einen Projektbericht zur Studienzufriedenheit.“
So zeigst du nicht nur eine Tätigkeit, sondern auch Methode, Kontext und Nutzen.
Gib deine Kenntnisse realistisch und nachvollziehbar an. Bei Sprachen ist die Einordnung nach dem Europäischen Referenzrahmen hilfreich, zum Beispiel B2, C1 oder C2.
Bei IT-Kenntnissen solltest du Programme, Tools oder Systeme nennen, die für die Stelle relevant sind. Eine allgemeine Angabe wie „gute Computerkenntnisse“ ist meist zu ungenau.
KI-Kenntnisse kannst du nennen, wenn sie beruflich passen. Formuliere konkret, wofür du KI-Tools nutzt.
Beispiel:
„KI-Tools: ChatGPT, Perplexity und Copilot für Recherche, Textstrukturierung und Ideengenerierung; sicherer Umgang mit Datenschutzgrenzen.“
Viele Lebensläufe verlaufen nicht geradlinig. Studienwechsel, Neuorientierung, Betreuungspflichten, Krankheit, Arbeitsuche oder Auszeiten kommen vor.
Du musst dich dafür nicht rechtfertigen. Wichtig ist, dass dein Lebenslauf nachvollziehbar bleibt und du zeigen kannst, was für deine nächste Position relevant ist. Auch in Übergangsphasen entstehen oft Fähigkeiten, die beruflich relevant sein können, etwa Selbstorganisation, Verantwortungsbewusstsein oder der Umgang mit Veränderung.
Hilfreich kann sein:
- Weiterbildungen nennen
- ehrenamtliches Engagement aufnehmen
- Projekte oder selbstständige Lernphasen sichtbar machen
- ältere Stationen zusammenfassen
- im Kurzprofil den beruflichen Fokus klären
Der Lebenslauf soll zeigen, wohin du dich entwickeln möchtest und welche Kompetenzen du dafür mitbringst.
Viele Bewerber*innen fragen sich, ob ihr Lebenslauf zuerst von einer Software gelesen wird. Manche größere Organisationen nutzen sogenannte ATS. Das steht für Applicant Tracking System. Gemeint sind Bewerbungsmanagement-Systeme, mit denen Unternehmen Bewerbungen sammeln, verwalten, durchsuchen und teilweise vorsortieren.
Nicht jedes ATS ist automatisch KI. Manche Systeme unterstützen vor allem die Verwaltung von Bewerbungen, andere nutzen automatisierte Funktionen oder KI, zum Beispiel um Unterlagen nach bestimmten Kriterien zu analysieren. KI-Systeme, die Bewerbungen analysieren, filtern oder Kandidat*innen bewerten, werden nach dem EU AI Act als Hochrisiko-Anwendungen eingeordnet und unterliegen besonderen Anforderungen, unter anderem an menschliche Aufsicht.
Auch unabhängig vom System durchläuft deine Bewerbung in größeren Organisationen oft mehrere Stationen: zuerst die Personalabteilung, erst danach die Fachexpert*innen oder das zukünftige Team. Die erste Person, die deinen Lebenslauf liest, kennt dein Fachgebiet also möglicherweise nicht im Detail.
Das bedeutet nicht, dass du deinen Lebenslauf für eine Maschine schreiben musst. Achte auf dasselbe gute Layout wie sonst auch (siehe „Länge und Layout"). Zusätzlich hilfreich:
- Fülle Online-Bewerbungsformulare vollständig aus, auch wenn du deinen Lebenslauf zusätzlich hochlädst.
- Verzichte auf Tricks wie unsichtbare Keywords oder das ständige Wiederholen von Schlagworten. Das wirkt eher unseriös als hilfreich, gerade wenn am Ende doch ein Mensch mitliest.
Am wichtigsten bleibt: Dein Lebenslauf soll ehrlich und nachvollziehbar zeigen, was du mitbringst. Ein guter CV ist nicht „für die KI optimiert", sondern für die Stelle, auf die du dich bewirbst.